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Nador
 

 

Nador ist eine Hafenstadt im nordöstlichen Marokko 15 km südöstlich von Melilla am Mittelmeer. Es liegt am Rande der Gebirgskette Rif.

Es gibt einen Flughafen und eine Straßenverbindung zu dieser spanischen Enklave. Die Stadt hat etwa 120.000 Einwohner (2004). Die Mehrzahl der Bevölkerung zählt zu der ethnischen Gruppe der Berber der in Marokko rund 12.000.000 Menschen angehören.

Nador ist Standort der Sendeanlage von Radio Medi 1, einer Großsendeanlage für Lang- und Kurzwelle. Zu dieser Sendeanlage gehört u.a. eine Richtantenne für Langwelle, die aus mindestens zwei 380 m hohen abgespannten Stahlfachwerkmasten besteht. Diese Sendemasten dürften zu den höchsten Bauwerken in Afrika gehören. Der Standort für die Sendeanlage Radio Medi1 ist die Stadt Tanger westlich von Nador.

Der Ort verfügt über einen kleinen Seehafen. Von Spanien mit der Fähre direkt zur erreichen über Almeria. Das erspart den mühsamen Grenzübertritt von Melilla nach Nador. Die meisten Marokkaner, die in Deutschland leben stammen aus Nador. Die sprache in Nador ist Rifisch Arif. Die stadt lebt von den Einwanderern die in Europa leben .

 

Nador ist eine Provinz in Marokko. Sie gehört zur Region Oriental und liegt im Nordosten des Landes an der Küste des Mittelmeeres. Sie umschließt die spanische Exklave Melilla. Die Provinz hat 728.634 Einwohner (2005)

 

Stadteile und ihre Einwohnerzahlen

 

 

Gemeinde

 

Einwohner

(Stand 2005)

 

 

 

Nador

126.207

Al Aaroui

36.021

Driouch

28.545

Zaio

29.851

Beni Ansar

31.800

Beni Chiker

23.050

Zeghanghane

20.181

Bouarg

23.379

Oaled Settout

22.173

Arekmane

18.998

Selouane

24.887

Farkhana

20.433

Ben Taieb

20.891

Ihaddadene

26.582

 

 

 

 

Definierung Berber / Imazighen

Berber (Eigenbezeichnung Imazighen für "Freie") ist ein Oberbegriff für eine Reihe von Gemeinschaften in Nordafrika, die eine berberische Sprache sprechen. Der Name Berber leitet sich ursprünglich vom griechischen/römischen Wort für Barbar oder vom Namen eines (mythischen) Stammesvaters beru-borr ab. In der römischen Antike ist der Ausdruck "Barbar" als Bezeichnung für die Völker Nordafrikas nicht belegt.

Herkunft und Sprache

Berber, Irifian oder Imazighen (Sg. Amazigh) sind eine semitisch-hamitische (Afroasiatische Sprachen) Sprach- und Völkergruppe in Nordafrika, den Kanaren (Guanchen) und West-Ägypten.

Die Mehrheitsbevölkerung Algeriens, Marokkos und Tunesiens ist berberischer Herkunft, aber seit dem 7. Jahrhundert zunehmend arabisiert worden, so dass heute nur noch kleinere Teile der Bevölkerung dieser Länder als berberisch angesehen werden. Berber gibt es auch in Libyen, Mauretanien, Ägypten und einigen westafrikanischen Staaten, vor allem im Niger, Tschad und Mali.

Amazigh -so wie sich die Berber selber nennen- bedeutet freier Mann. Berber stammt aus dem griechischen Wort Babarus mit dem die Griechen und Römer alle Völker, die nicht die gleiche Kultur, Tradition oder Zivilisation wie sie haben, bezeichnen.

Die Amazigh bilden eines der ältesten Völker der Menschheit. Ihre Existenz in Tamazgha (Nordafrika) geht bis zu 10.000 Jahre zurück in der Geschichte.

Sie sind die ersten die diese Region besiedelten und bis heute kennt man für sie keinen anderen Ursprung, was darauf hindeutet, dass sie vielleicht autochthone aus Nordafrika sind.

Wisssenwertes über  Imazighen

Nordafrika ist die Region der falschen Genealogien und Statistiken. Offizielle und zuverlässige Angaben über die Zahl der Menschen , die sich zur der masirischen Identität bekennen werden nicht erhoben. Es wird nur geschätzt und geschwiegen. Und dennoch bleibt Nordafrika , die einzige Heimat der Masiren, genauso wie die arabische Halbinsel die Heimat der Araber ist.
Die heutigen Masiren leben in Marokko , Algerien , Tunesien , Libyen , Ägypten , Mali , Niger , auf den kanarischen Inseln und in Europa ( Deutschland / Frankreich / Belgien / Niederlande / Spanien ). Alle nordafrikanische Staaten unterdrücken die masirische Identität, indem sie nur die Arabität dieser Staaten betonnen. Arabisch ist die einzige offizielle Sprache in diesen Staaten. Die Sprache der Masiren ( Berber) „ Tamazight “ wartet seit der Unabhängigkeit dieser Länder auf ihre Offiziellisierung und das in der eigenen Heimat !  Die Masiren sind ein Volk ohne Staat, d.h sie leben in Staaten, welche eine „ importierte  “ Identität haben und sie den Masiren aufzwingen wollen. Das Recht auf eigene Identität und Kultur scheint den Machthabern in Tamazgha ( Nordafrika ) etwas fremdes , was bekämpft werden muß. Sowohl in Marokko als auch in Algerien haben jener Kräfte großen Einfluss auf die Politik und Kultur, welche die Ideologie des Panarabismus untersützen. Der Panarabismus stellt das Arabische und die arabische Ethnie über allen anderen Sprachen und Völkern in den „ islamischen “ Ländern. Alle Nicht-Arabische Völker der islamischen Welt ( Kurden, Kopten oder Masiren ) werden vom panarabistischen und islamistischen Standpunkt aus als Feinde der arabischen bzw. Islamischen Umma ( Nation ) betrachtet. Die Sprache der Masiren heißt : Tamazight ( Tamasirt ) und gehört zur Afro-Asiatischen bzw. Hamito-Semitischen Sprachfamilie. Es gibt regionale Variationen des Tamazight. Die hamitischen Sprachen sind Tamazight ( und ihre Dialekte ) , Koptisch und  Kuschitisch. Semitische Sprachen sind Arabisch ( und ihre Dialekte ) , Hebräisch. Das masirische Alphabet heißt : Tifinagh ( Tifinar ) und ist mindestens 3000 Jahre alt ( Der älteste berberische Text stammt aus dem Jahr 139 v.Ch./ Die Libyschen Inschriften von Tugga / Tunesien. In Marokko gibt es schätzungsweise 45 %  Berber ,  35 % arabisierte Berber und  20 % Araber.In Algerien leben 30 % Berber , 65 % Araber und 5 % Franzosen.

Die marokkanischen Masiren :
im Norden die Rif-Masiren
im Zentrum die Atlas-Masiren
im Süden die Ssus-Masiren
Auch in den großen Städte leben viele Masiren

Die algerischen Masiren :
im Norden die Kabylen
im Osten die Awras
im Zentrum die Mzaben
im Süden die Tuareg

 

 

Über die Geschichte der Masiren ( Berber )

" Die Berber/Imasiren waren immer ein starkes , furchterregendes , braves , zahlreiches Volk ; ein wahres Volk wie die Araber , die Perser , die Griechen und Römer . Sie schneiden die Haare kurz , tragen Burnoss und essen Kusskuss "
Ibn Khaldoun

Der Historiker der Berber Ibn Khaldoun war der erste, der versucht hatte objektiv die Geschichte und Kultur der Masiren zu schreiben. Sein Werk bleibt bis heute einmalig. Eine umfassende nationale Geschichte der Masiren muss noch geschrieben werden und das Werk Ibn Khaldouns vollenden. Ibn Khaldoun fehlten , die lateinischen Geschichtswerke, die uns heute zur Verfügung stehen.
Die offizielle Geschichte der nordafrikanischen Staaten ( Marokko , Algerien , Tunesien und Libyen ) basiert zum größten Teil nur auf die Verschönerung der arabischen Eroberungen, die im religiösen Gewand verkleidet waren und als eine Befreiungsideologie dargestellt werden.
Die marokkanische offizielle Geschichte z.B lenkt den Schwerpunkt auf " Idris I " , der als Flüchtling zu den Masiren kam. Die ideologische Fokozierung der offiziellen Geschichte Marokkos auf diese Person leugnet die Existenz eines ganzen berberischen Volkes , das vor Idris und nach ihm existierte und als die wahren Begründer nichts nur des marokkanischen Staates , sondern auch des großen Maghreb ( Al-mourabitoun und Al-mouwahidoun ). Aber die Legende will es so , dass Er , also Idris I , derjenige war, der Marokko gegründet hatte. Eine nationalistische berberische Dynastie , wie die Barghawata, welche 5 Jahrhunderte lang vor und nach Idris I existierte und einen Koran auf Tamazight verbreitete wird aus ideologischen Gründen totgeschwiegen.
Während Idris I unter dem berberischem Stamm der Awraba weilte und diese Region nicht verlassen konnte , kontrollierten die Barghawta Marokko von Rabat bis Agadir und unterhielten Beziehungen zu Andalusien und Algerien.
Das Auffallende in unserer Geschichte ist, dass unsere Vorfahren von Anfang an für die Erhaltung ihrer Region kämpfen mussten und in eine defensive Haltung gedrängt wurden. Sie mussten sich und ihre Heimat gegen mehrere Völker und Nationen verteidigen, die ihre Region besetzen wollten. Und deshalb wundert es keinem Sachkundigen , wenn er feststellt , dass die ersten Nachrichten über die Masiren über einige Auseinandersetzungen zwischen ihnen und den Altenägypter berichten. Die Altenägypter bezeichneten ihre westlichen Nachbarn als " Fürsten von Libyen ". Ältere Dokumente geben uns wertvolle Informationen über die damaligen Verhältnisse u.a. über den Sieg eines Berbers Namens Scheschonq und die Gründung der 22. Ägyptischen Dynastie, die Berberisch war und von 945 bis 730 v.Ch gedauert hatte.
Nach diesen ägyptisch-berberischen Auseinandersetzungen kamen nun die Griechen nach Nordafrika und wollten die Küste um die Stadt " Cyrenae "( heute Barqa / Tunesien ) besiedeln. Dort gründeten sie sogar die " Pentapolis " ( Die fünf Städte ), um ihre Macht zu festigen. Der griechische Dichter Kallimachos , der in Cyrenae geboren wurde , also auf dem afrikanischen Kontinent, hielt einige Informationen über diese Zeit in seinen Gedichten fest. Die Masiren kämpften unter Führung von Adrian solange mit den Griechen bis die nordafrikanische Küste wieder unter ihrer Kontrolle brachten.
Die Heirat des Berbers " Yarbas " mit der Punierin (Karthagin ) " Alissa " , die auch unter dem Namen " Didon " bekannt ist, war der Anfang der Beziehungen zwischen den Masiren und den Punier/Karthager . Als es zur Ausbreitung der punischen Kultur und Wirtschaft kam und die Karthager ( Punier ) nicht nur Handel betreiben und Waren austauschen , sondern ganz Nordafrika kontrollieren wollten, kam es dann zu den ersten Wiederstände der Masiren unter Führung von " Mathos " gegen die Puniern und ihre Hauptstadt Karthago. Karthago verstand die Situation und suchte die Integration einiger Masiren in den Staatsdienst und Militär, die später zur Ausbreitung der karthagischen Herrschaft im Mittelmeerraumes beitrugen.
Als " Hannibal " , ein Masire im Dienst Karthagos , Italien unter Kontrolle brachte, waren die Römer noch mit sich selbst beschäftigt und warteten noch auf ihre koloniale Stunde in Nordafrika. Die alten kriegerischen Auseinandersetzungen und die gegenseitige Miss- und Beachtung zwischen den Masiren und anderen Völkern , finden sich auch in vielen Büchern wieder.
Der griechische Historiker und Vater der Geschichtsschreibung Herodotos gibt in dem Buch IV ( Über Nordafrika ) viele Informationen über die Masiren, die er Libyer , in Anlehnung an die alte ägyptische Bezeichnung " Fürsten von Libyen " , nennt. Einige Wertvolle Informationen von Herodotos kann man in der deutschen Übersetzung des IV Buches von Richard Neumann lesen. Wir erfahren z. B , dass die Griechen das Fahren mit dem Vier-Gespann und einige Tradition von den Libyern ( Berber ) übernahmen. Die Informationen von Herodotos sind neben einigen Hinweise über alte Fürsten in den hieroglyphischen Inschriften der Altenägypter die ältesten Dokumente über uns. Herodotos schreibt auch , dass die Libyer sich selbst Imasiren nennen. Später wurden Imasiren als Berber bezeichnet , ein Wort , das sich aus dem Griechischen " Warwarus Pl. Warwari " leitet und Nichtgriechischen bzw. Anderssprachige bezeichnete. Die Römer übernahmen dieses Wort nach lateinischer Aussprache " Barbari ", das sie , aus einem römischen Ethnozentrismus heraus, auf ihre Gegner anwendeten. Heute noch hat das Wort " Barbaren " eine Hochkonjunktur , weil man immer wieder neue Barbaren entdeckt, wenn sie das politische Geschäft stören. Dass diese neuzeitlichen " Barbaren " mit bestem Recht unterworfen , gelenkt und ausgebeutet werden durften, machte und macht immer noch das gute Gewissen europäischer Kolonial- und Weltpolitik aus. Die Römer führten auch neue Bezeichnung für die West-Masiren ( Marokko ) ein " Moros / Mauren ", also die Dunkeln. Die arabischen Geschichtsschreiber übernahmen wiederum die Bezeichnung " Barbar " und passten es an ihre Sprache an. Mit dem arabischen Wort " Al-Barbar " bezeichnen die Araber bis heute die Masiren. Man kann in den alten Geschichtsbüchern über die Masiren Hass , Begeisterung , Neid , Wut und Anerkennung finden und lesen, aber eine objektive Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte und Rolle im Mittemeerraum ist nicht zu finden.
Wer die eigene Geschichte nicht geschrieben hatte , muss noch mehr lange forschen und zwischen den Zeilen lesen können, bis man eine eigene Geschichte in eigner Sprache verfasst hat. Die dauerhafte Beschäftigung der Masiren mit der Herrschaft anderer Völker führte zur Fragmentierung ihrer Kultur und Sprache. Eine stabile und starke Schriftkultur konnte sich aufgrund der politischen Ereignisse nicht entwickeln und durchsetzen konnte. Die masirische Sprache wurde trotzdem gesprochen. Versuche der Masiren , die eigene Kultur und Schrift durchzusetzen, wurden nur dann möglich als die Masiren sich stark fühlten und politisch stabil waren. Massinissa , einer der mächtigsten Könige des damaligen Mittelmeersraums führte sowohl das nationale Alphabet der Masiren ( Tifinagh ) als auch neue landwirtschaftliche Techniken. In dieser Zeit entstanden auch die ältesten Schriftdokumente der Masiren. Die heutigen Masiren versuchen seit den Sechziger Jahren ihre Sprache und Kultur ohne Hilfe des Staates zu verschriften und entwickeln. Wir wollen sie für die künftigen Generationen erhalten und attraktiver machen.
Tamazgha , also Nordafrika in masirischer Sprache, diente für die Römer nur als " Kornspeicher " und für die Araber später nur als Frauenparadies. Alle Kolonisatoren haben sich nie für die Sprache der Einheimischen interessiert, weil sie ihre Sprache und Kultur politisch durchgesetzt hatten. Aber ein Teil der Schuld tragen auch unsere Vorfahren selbst, die Griechisch und Latein schrieben und Tamazight dem Zufall überliessen. Heute sind viele Masiren Zwei- oder sogar Dreisprachig , aber viele von Ihnen wollen , aufgrund der Vereinheitlichungspolitik ( Arabisierung ) ihre Muttersprache " Tamazight " , die immer noch von 50 % der Marokkaner und 30% der Algerier gesprochen wird, als eine nationale und offizielle Sprache neben dem Arabischen in die Verfassungen der nordafrikanischen Staaten (Marokko und Algerien ) durchsetzen. Dieser Text soll nur als Anregung und Orientierungshilfe für diejenigen sein, die sich für Tamazight und Imazighen interessieren und bereit sind eine der ältesten Mittelmeerkulturen und Nationen zu verstehen und kennenzulernen.
Warum muss man sich eigentlich mit der Geschichte befassen , wenn sie uns nur über das Vergangene aufklärt ? Hat die Geschichte überhaupt einen Wert, der für uns , als Individuen und Gesellschaften , wichtig ist ?
Der philosophische Schriftsteller Arthur Schopenhauer gibt uns wichtige Ratschläge und unvergessliche Hinweise auf dem Weg , die nicht nur diese Wichtigkeit dokumentieren , sondern unserer Denken über die Geschichte anregen. Schopenhauer schreibt über den Wert der Geschichte für ein Volk und für das Individuum folgendes :

" Was die Vernunft dem Individuo, das ist die Geschichte dem menschlichen Geschlechte. Vermöge der Vernunft nämlich ist der Mensch nicht , wie das Thier , auf die enge, anschauliche Gegenwart beschränkt; sondern erkennt auch die ungleich ausgedehntere Vergangenheit , mit der sie verknüpft und aus der sie hervorgegangen ist : hierdurch aber hat er ein eigentliches Verständniss der Gegenwart selbst, und kann sogar auf die Zukunft Schlüsse machen. Hingegen das Thier, dessen reflexionslose Erkenntniss auf die Anschauung und deshalb auf die Gegenwart beschränkt ist, wandelt , auch wenn gezähmt , unkundig , dumpf , einfältig, hilflos , und abhängig zwischen den Menschen umher. Dem nun analog ist ein Volk , das seine eigene Geschichte nicht kennt, auf die Gegenwart der jetzt lebenden Generation beschränkt: daher versteht es sich selbst und seine eigene Gegenwart nicht ; weil es sie nicht auf eine Vergangenheit zu beziehen und aus dieser zu erklären vermag; noch weniger kann es die Zukunft anticipiren. Erst durch die Geschichte wird ein Volk sich seiner selbst vollständig bewußt.(.....) daher ist jede Lücke in der Geschichte wie eine Lücke im erinnernden Selbstbewusstsein eines Menschen; (.....) Was nun für die Vernunft der Individuen, als unumgängliche Bedingung des Gebrauchs derselben, die Sprache ist, das ist für die hier nachgewiesene Vernunft des ganzen Geschlechts DIE SCHRIFT: denn erst mit dieser fängt wirkliche Existenz an; wie die der individuellen Vernunft erst mit der Sprache." (1)


Da jede Völkergeschichte nur eine Abstraktion ist , hingegen die Individuen und Persönlichkeiten real und wichtig zu betrachten sind , plädiert Arthur Schopenhauer dafür ein:

" (......) Das Moralische aber ist es , worauf , nach dem Zeugniss unsers innersten Bewusstseins, Alles ankommt : und dieses liegt allein im Individuo , als die Richtung seines Willens. In Wahrheit hat nur der Lebenslauf jedes Einzelnen Einheit , Zusammenhang und wahre Bedeutsamkeit : er ist als eine Belehrung anzusehen, und der Sinn derselben ist ein moralisches" .(2)

Ausgehend von diesen wertvollen und unvergesslichen Hinweise Schopenhauers werden wir hier die Geschichte der Masiren ( Berber ) durch einzelne Menschen und Persönlichkeiten aus Tamazgha ( Nordafrika) skizzieren. Unseres Ziel ist es , durch die Darstellung einiger masirischen Persönlichkeiten , einen amateurhaften Rekonstruktionsversuch zu beginnen, bis die Historiker einen ernsthaften Rekonstruktionsversuch starten. Wir werden einige Biographien und Taten einiger Menschen aus Nordafrika vorstellen, welche sich diese Erwähnungen verdient haben.

(1)Arthur Schopenhauers .Die Welt als Wille und Vorstellung Band II. Züricher Ausgabe 1988 S.517-519

(2)Arthur Schopenhauers . Die Welt als Wille und Vorstellung. Züricher Ausgabe 1988. S.515

Mohand Sroub                                                                                                                   

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